Ägypten - Land der Pyramiden und Pharaonen, am Roten Meer und voller Sonne

 

Hurghada (zum Stadtplan) war einst ein kleines Fischerdorf. Mit den Jahren ist es zu einer Stadt mit einer stattlichen Länge von 30 Kilometern herangewachsen. Hier leben über 30.000 Einwohner. Hurghada ist ein beliebtes Urlaubsziel.
Die Stadt lebt von den Touristen.

Entlang der Küste reihen sich die Hotels und Ressorts. Und im Norden der Stadt, gleich neben dem Stadtteil Dahar, Downtown, befindet sich das Shedwan Golden Beach Hotel (Shedwan bedeutet Seepferdchen). Mein Ziel.

Der Flug durch die Nacht bescherte mir eine Landung in der kühlen Nacht. Es ist angenehm frisch und nach 9 Jahren betrete ich neugierig wieder ägyptischen Boden.

Kartenausschnitt Kairo-Hurghada

 

Wer in Hurghada Urlaub macht, der kommt zum Tauchen, Schnorcheln, Baden. Sehenswürdigkeiten gibt es keine.
Um diese zu besichtigen, müsste ich z.B. einen Ausflug nach Kairo, an den Nil oder ins Tal der Könige buchen. Diese Ausflüge sind ein- oder mehrtägig per Bus oder Flug, können gleich mit der Reise gebucht werden oder vor Ort über die Reisegesellschaft, die vorzugsweise auch im Hotel vertreten sein sollte.

Sehr interessant sind aber auch kleine Touren in die Wüste zu den Beduinen.

Blick in die Wüste


Gleich nach der Ankunft folgen die Passmodalitäten. Reisegesellschaften greifen hier ihren Gästen unter die Arme. Ein Visum in Markenform wird in meinen Pass geklebt, die Kosten in Höhe von 25 Euro kann ich später im Bus zum Hotel zahlen.
Ich bin etwas verwundert, denn fünf Meter nach der Passkontrolle erfolgt die nächste Sichtung meines Dokumentes.

Kurz vor Sonnenaufgang sind alle Touristen in ihren Hotels untergebracht. Viele holen zunächst etwas Schlaf vom Flug nach, andere erkunden sicher schon das Terrain, während die Koffer auf die Zimmer nachgebracht werden. Das Personal prüft, ob der Kühlschrank seinen Dienst tut, fragt, ob alles zur Zufriedenheit ist und dann kann der Urlaub beginnen.

 

Hier ein Sonnenuntergang. Ungewöhnlich kurz ist hier die Zeit der Dämmerung.

 

Aber für mich beginnt er eigentlich erst nach der Akklimatisierung.
Ägypten heißt Sonne. Im Juni sind das im Schnitt 35 Grad am Tage. In der Nacht sinken die Temperaturen auf eine luftige Frische ab.
Aber besonders in Strandnähe bewirkt ein ewig leichter bis starker Passatwind, dass dieses warme Klima so wunderbar erträglich ist.
Die relative Luftfeuchtigkeit liegt im Juni bei ca. 33%; der Schweiß verdunstet so schnell, dass man erst gar nicht so recht ins Schwitzen kommt. Man spürt nur die Hitze der Sonne auf der Haut und springt gerne in einen Pool oder ins Meer. Für eine erfrischende Abkühlung sorgt dann hinterher zusätzlich der Wind auf der Haut.
Mal ehrlich, ich hätte meinen letzten Sommer lieber dort verbringen sollen, als hier in Deutschland.

Ein erster Rundgang durch das Areal des Hotels und alte Erinnerungen werden wach.
Das Areal und die Strände sind bewacht. Nur Touristen und das Personal dürfen das Gelände betreten.
Zwischen den Gebäuden und dem Strand wurden einst Palmen, Bäume und Sträucher gepflanzt. Das vorherrschende Klima sorgte für ein gutes Wachstum, die Gärtner für die Bewässerung.
Heute nach neuen Jahren stehe ich inmitten einer prachtvoll blühenden Oase. Die riesigen Palmenwedel und Baumkronen spenden reichlich Schatten. Es ist herrlich, diese Blütenpracht bewundern zu können.

 


Neben Geschäften, Restaurants, Bars, den Möglichkeiten zum Geldwechsel, kann ich mich in meinem Hotel durch die quirligen Animateure mitreißen lassen, das Internetcafe besuchen, Billard spielen, Dart oder Squash. Die Abende werden mit Musik gefüllt. Einheimisch oder international.
Das Personal besteht zu 99% aus Männern und ich habe den Eindruck, hier gibt es pro Gast einen Hotelangestellten. Viele Kellner, viele Gärtner, viele, von denen man nicht weiß, was sie überhaupt tun und dann die, die einfach nur die anderen bei der Arbeit beaufsichtigen.

Die Zimmer für die Gäste sind einfach, verfügen über einen Kühlschrank, einen Fernseher und sind mit Aircondition ausgestattet. Und wenn die Vegetation nicht gerade die Sicht versperrt, habe ich sogar eine freie Sicht auf das Rote Meer.

Die Zimmer werden täglich gereinigt.
(Als Frau schmunzle ich persönlich über die Sorgfalt, mit der die Zimmer gereinigt werden, denn nur auf den ersten Blick scheint alles sauber. Trotz all der Mühe, die Mann sich hier gibt, verkalken die Duschköpfe, verschimmeln die Ecken im Bad und wachsen die Staubflocken unter dem Bett.)
Aber mit Erstaunen sehe ich, was dort mit den Handtüchern der Gäste entsteht. Sie werden fast schon kunstvoll zu Blumen und Tieren geformt, auf dem Bett drapiert und mit Blüten verziert.


Essen und trinken - Das Büfett im Hotel ist mehr oder weniger europäisch. Zum Frühstück gibt es kleine Brötchen, Butter, Marmelade, Honig, blaue Eier und andere Eiergerichte, Miniwürstchen, Käse, kleine Gebäckstückchen und Obst. Außerdem Tomaten und Gemüsesalate. Neben Milchreis, Milchsuppe, Kakao und Säften gibt es natürlich auch Tee und Kaffee aus dem großen Kübel.
Abgesehen davon, dass man bei großer Hitze weniger Hunger verspürt, lässt sich der kleine Hunger um die Mittagszeit vor Ort recht gut stillen.
Verschiedenste Suppen, Reis mit Fisch oder Geflügel, dazu Tomaten, Paprika, Auberginen. Aber auch French Fries (Pommes) die zu allerlei Gerichten serviert werden, wie zu Burgern, Gegrilltem und Kebab. Die Küche bietet weiterhin gewohnte Genüsse von Pizza, Pasta, argentinischen Steaks bis zum chinesischen Essen.

 

Am Abendbüffet im Hotel kann ich wählen zwischen Reis-, Kartoffel- und Nudelgerichten. Dazu gibt es Rindfleisch, Geflügel oder Fisch. Das alles im täglichen Wechsel. Es werden auch am Abend kleine Brötchen mit Butter gereicht, verschiedenste Salate, Melonen, Pfirsiche, Trauben und Bananen. Und auch wenn man es dem Obst nicht ansehen kann, es ist in Ägypten viel süßer!
Natürlich etwas darf am Abend nicht fehlen: das Süße! Leckere Obsttorten mit Sahne, gefüllte Biskuitstücke, Kekse, Mouse, Blätterteiggebäck, voll mit Honig und Butter.
Was es im Hotel nicht gibt ist dunkles Brot, Wurst und Schweinefleisch.

Und neben all dem gibt es immer wieder Dinge, die ich noch nicht kenne. Undefinierbare Geschmackserlebnisse, die aus heimischen Rezepten und orientalischen Gewürzen gezaubert werden.

Aber ich bin in diesem Land Gast für eine kurze Zeit. Mein Körper stellt sich nicht nur auf das warme Klima ein, er muss dazu auch mit einer anderen Ernährung zu Recht kommen.
Die Speisen sind ganz anders gewürzt, teilweise fetthaltiger und süßer. Touristen sollten nur Gekochtes und Geschältes verspeisen. Immer muss ich darauf achten, was ich esse und trinke, denn gewaschenes Obst und Gemüse sowie Eiswürfel, enthält Leitungswasser, welches nicht zum Trinken geeignet ist! Auch bei Meeresfrüchten und Softeis ist Vorsicht angesagt.


Die Stadt - Mein erster Besuch, der erste Eindruck vor 9 Jahren war recht ernüchternd.
Eine karge Landschaft, Wüste und immer wieder diese kleinen und größeren Halden mit Abfällen, Bauschutt und Gestein.
Viel geändert hat sich daran seither nicht. Aber die Stadt ist gewachsen.
Neben Alt steht Neu. Um das Ganze herum die dazugehörige Halde. Es scheint, vor dem Neubau kommt ein Bagger, oder eine Schar Bauarbeiter und die Baugrube wird frei geschaufelt, um Platz zu machen. So bleibt es dann auch. Der Grube folgt das Gerüst und dann wird Stein auf Stein gebaut.

Viele der Neubauten stehen leer oder sind nur spärlich bewohnt. So mancher Bau wird einfach nicht vollendet.
Neben den Straßenzügen, die ich als recht chaotisch ansehe, gibt es dann natürlich auch jene, die mit den kleinen grünen Vorgärten und gestrichenen Häusern sehr schön und wohnlich aussehen.
Aber was bedeutet wohnlich? Für viele dort sind es wirklich nur die vier Wände und nichts weiter. Es gibt zwar das Fenster, aber keine Scheiben davor. Wände sind da, aber ohne Farbe und ohne Putz. Ein flüchtiger Blick genügt um zu wissen, dass Möbel Luxus sind und viele Menschen dort nur ein Lager auf dem Boden haben.

Eigentümliche Gerüche durchziehen die Straßen. Wie auf einer Schnur reihen sich die kleinen Geschäfte und Cafés aneinander.
Überwiegend laden die Souvenir- und Schmuckgeschäfte zum Einkauf ein. Die Verkäufer widmen sich schon auf der Straße dem potentiell kaufwilligen Touristen.
Ich werde oft angesprochen und in Gespräche verwickelt. Mir werden Getränke angeboten und nebenbei die Waren präsentiert.

 

Was gibt es dort zu kaufen?
Auffällig für jeden sind für mich zunächst die landestypischen Stein- und Tonwaren und die Parfüme und Flakons.
Aber schauen wir mal, was dort in den Regalen steht. Gebrauchsgegenstände und Dekoration für die heimische Schrankwand.
Ich lasse mir vom Verkäufer das reichhaltige Angebot präsentieren. Es werden in Ägypten von Hand verarbeitet: Alabaster (Farbtöne von gelblich bis altrosa und blau), Granit, Marmor, grüner und schwarzer Malachit, Basalt in schwarz und braun und dann wäre da noch Onyx in den herrlichsten Farben.

Ich wähle aus dem reichhaltigen Angebot eine Schale aus Alabaster, die sich daheim hervorragend für einen Abendvorrat an Gummibärchen eignet.
Vielleicht werde ich bei meinem nächsten Besuch der Stadt mal meine Nase mit den orientalischen Düften verwöhnen. Sie werden in kleine wundervolle Flakons abgefüllt.
Diese kleinen Glasflakons füllen ganze Regalreihen und sind durchschnittlich 10 Zentimeter hoch und es scheint, keine Form gleicht der anderen.

Weiter im Angebot ist Bekleidung. T-Shirts, Hosen und Badebekleidung und auch der Kaftan in allen Variationen. Sehr schön sind die Hand- und Badetücher. Weiches Frottee in tollen Farben mit Motiven und Schriftzügen des Landes bzw. der Stadt bedruckt oder bestickt.

 

Gold - Nicht zu übersehen, besonders für eine Frau, ist die Vielzahl an Schmuckgeschäften. Ringe, Ketten, Anhänger und mehr füllen die Auslagen der Händler. Freundlich bitten sie in ihren Laden einzutreten, bieten Tee an und schalten gerne die Klimaanlage ein, während eine Frau wie ich, das Angebot bewundert. Von der schlichten Schönheit des Goldes bis hin zu Schmuckstücken, besetzt mit Korallen und edlen Steinen.
Schmuck ist hier sehr schön und auch preiswert. Eigentlich immer eine gute Geschenkidee! Aber vor 9 Jahren habe ich mir in Hurghada 2 750ger-Goldringe gekauft; dieses Jahr wird es etwas anderes sein, was ich mit heim nehmen werde.

Ja es sind Händler und es bietet sich an, nicht gleich einen genannten Preis zu zahlen. Feilschen und vergleichen. Es ist ungewohnt für uns Deutsche, so uns immer der Preis einer Ware vorgegeben wird.
Nur Mut! Das wird!


Verkehr - Es ist interessant und amüsant, den Verkehr in dieser Stadt zu erleben.
Die Stadt durchzieht ein asphaltiertes Straßennetz, welches mit der Zahl Verkehrsschildern auskommt, die vergleichbar eine deutsche große Straße benötigt. Oder etwa noch weniger?
Dümmliches Parken auf dem Bürgersteig wird keinen Passanten verärgern können, immerhin sind die Bordsteine so hoch, dass niemand rauf fahren kann. Und dort wo es keinen Bürgersteig gibt, geht man einfach auf der Straße oder irgendwie daneben, wenn nicht gerade eine Baustelle oder Halde den Weg versperrt.

Das Verkehrsbild wird überwiegend bestimmt durch die weißen Kleinbusse, die die Menschen durch die Stadt fahren. Ein einfaches Prinzip.
Um von A nach B zu kommen, brauche ich mich nur in Fahrtrichtung an die Straße zu stellen oder nach einer Haltestelle schauen. Die Fahrer selber schauen auch und sprechen die Menschen auf der Straße an.


Es dauert nicht lange und einer der Busse hält. Einsteigen und los. Biegt der Bus irgendwann in eine andere Richtung ab, steige ich einfach um. Das Ganze geht schnell und ist im Gegensatz zur Taxifahrt sehr preiswert! Und Fahrpläne gibt es lediglich für die Großbusse.

Verständlich, dass ich so eine abenteuerliche Reise durch die Stadt nur in ortskundiger Begleitung mache. Hurghada ist recht groß und wie bereits erwähnt, mit Schildern nicht reich gesegnet.
Ganz bestimmt gibt es auch in Ägypten Verkehrsregeln. Man fährt rechts und wenn man abbiegen möchte, benutzt man den Blinker.
Für alle anderen Fälle wird die Hand rausgehalten und es wird recht viel und heftig gehupt. Piep, piep heißt hier "Hallo" und "Platz da!". Besonders die Kleinbusse machen recht häufig davon Gebrauch und wenn ich bedenke, wie viele es gibt, ist es kein Wunder, dieses ewige Gehupe im Ohr zu haben.

Bei meinen Fahrten durch die Stadt fallen mir immer wieder die vielen Cafeshops auf. Große und kleine, schöne und solche, die es weniger sind.

Zusammen mit meinem Reisebegleiter besuche ich zwei dieser Shops. Wir bestellen uns etwas zum trinken, unterhalten uns und ich beobachte die Menschen.
Hier treffen sich die Männer nach der Arbeit, um gemütlich Wasserpfeife zu rauchen und ihren Tee zu trinken. Frauen sehe ich keine. Vielleicht hätte es sie etwas gestört, dass der Sitz unter ihnen sandig ist, Polster aufgeplatzt sind und die schwarze Katze schon wieder halb im Abfalleimer hängt. Wohl kaum; die Menschen hier haben eine ganz andere Mentalität.

Während wir uns unterhalten laufen immer mal wieder junge Männer durch die Reihen, verteilen aus ihren Kellen kleine glühende Kohlestückchen, legen sie auf die Aufsätze damit die Pfeifen nicht ausgehen.
Ich höre es blubbern und viele kleine Rauchschwaden ziehen in den Himmel.
Die Menschen hier sind sehr humorvoll. Sie lachen sehr gerne. Und wenn sie es tun, dann haben ihre Gesichter so eine Herzlichkeit und Freude, dass ihre wunderbar braunen Augen strahlen.
Überwiegend in der Stadt, in den Restaurants, kann ich die heimische Küche probieren. Fladenbrot, reichlich Fisch, Calamares, Hammelfleisch und viel Reis. Es duftet alles ganz lecker, besonders nach Gewürzen und Tee und von überall höre ich arabische Musik. Später die Gebetsrufe von den Türmen der Moscheen.

 

  

 

Das Rote Meer Bahr el-Ahmar

 

Mit einer Länge von ca. 1932 Kilometern ist es schon fast ein Ozean für sich. Die tiefste Stelle liegt bei 2850 Metern, die größte Entfernung zwischen zwei Ufern beträgt 354 km, die kleinste 26 km. Über 1000 Meeresbewohner und 100 Korallenarten können Begeisterte hier bewundern.
Und wer nicht tauchen kann, mit dem Schnorcheln nicht zu Recht kommt, der kann eine Fahrt im Glasboot machen.

Ich buche einen kleinen Ausflug zu den Giftun-Inseln.
Eine der vielen Yachten, älteren Jahrganges, legt gegen halb Zehn ab.
Wir, die Touristen sitzen auf den Bänken am Heck oder auf dem Oberdeck hinter dem Bootsführer. Und unten in der Kombüse beginnt der Koch, das Essen zu bereiten.
Es ist heute recht windig und ich hoffe, nicht seekrank zu werden. Ein paar Knoten mehr und die ersten kleinen Wellen peitschen hoch, spritzen uns nass.
Das Meer ist in Ufernähe grünlich. Doch je weiter wir raus fahren, desto tiefer und dunkler wird es. Hier draußen ist es dunkelblau.
Der Wind weht mir um die Nase und auf meinen Lippen schmecke ich das Salz. Mit ca. 38 Promille ist dieses Meer führend, was den Salzgehalt betrifft, denn durch die andauernde Sonneneinstrahlung verdunstet jeden Tag sehr viel Wasser. Ich streiche über die Lehne der Bank und habe es zwischen den Fingern, was die Sonne nicht mit sich nehmen kann: feinstes Salz.

Im Hintergrund das Rote Meer Gebirge.

(Höchste Erhebung bei ca. 1900 m)

Irgendwann schrecken alle hoch. Der Reisebegleiter ruft aufgeregt "Dolphin" und wir folgen ihm. Ich bin sehr gespannt und halte Ausschau. Sehr viele habe ich schon über diese Wesen im Fernsehen erfahren. Ich habe ihre Laute im Ohr, weiß, um ihre Intelligenz, wie grazil und schnell sie durchs Wasser gleiten können, aber gesehen habe ich sie noch nie.
Doch da sind sie!
Ich habe kleine Tränen in den Augen und bin sehr gerührt, zum ersten Mal in meinem Leben gleich eine Gruppe Delphine sehen zu können. Sie kommen der Yacht sehr nah um wie gerne würde ich sie berühren wollen.

Nach einer halben Stunde wird der Anker geworfen. Auf zur ersten Schnorcheltour. Leider ohne mich, denn ich bin nicht besonders gut im Schnorcheln und fühle mich bei diesem Wind nicht sicher zwischen den Wellen. Auch macht mir der Temperaturunterschied zu schaffen. Ich empfinde das Wasser zu kalt. So schnell wie ich ins Wasser bin, bin ich wieder draußen.
Nach dem Schnorcheln gibt es ein Mittagessen auf der Yacht. Der Koch hat sich große Mühe gegeben, auch, als jemandem die Mütze ins Wasser wehte, zögerte er nicht lange, zog sich aus und sprang hinterher. Ein toller Kerl!
Es gibt Reis, Fladenbrot, Fisch, Kufta, frischen Salat mit Paprika und Gurken und in reichlich Knoblauch gebratene Auberginen.

Weiter geht die Fahrt zur paradiesischen Insel.
Ich finde dort einen herrlichen weißen Strand, kristallklares Wasser und es erwartet mich ein Wind, der mir den Sand auf den Rücken peitscht. Wie tausend kleine Nadelstiche. Ich flüchte mich ins Wasser, lasse mich treiben und gehe erst eine Weile später wieder an Land, wo ich zusammen mit einigen anderen im Schutz einer kleinen Hütte auf unsere Abfahrt warte.

Ich lasse den Sand durch meine Finger rieseln und staune über die Farben darin, denn er ist nicht weiß. Kleine Muschelstückchen, winzige Steinchen, rote Korallen; ich bin fasziniert und würde mir gerne einen Eimer voll mit nach Hause nehmen.